Kreuz und quer

  • Angriffssituation Hockey

Bei herbstlichen 14 Grad und Nieselregen waren die klassischen Querschläger zum Knüppelturnier in Freiberg. Gegen den Turnierzweiten verlieren sie zwar nur knapp, aber zum tatsächlichen Erfolg fehlte die Durchschlagskraft ins Tor.

Diesmal dürfen die Kinder im Bett bleiben, während die Eltern sich in aller Herrgottsfrühe am Treffpunkt einzufinden haben.  Die Bergstadtknüppel aus Freiberg haben zum Turnier geladen. Trotz aller aller Vorfreude sitzt das eine oder andere gemischte Gefühlchen mit im Auto. Beim kürzlich in Jena auf Kunstrasengroßfeld absolvierten Testspiel haben wir uns tapfer gewehrt. Mehr ging dort nicht.

Begrüßung Knüppelturnier

Begrüßung beim Knüppelturnier 2018 (Foto: tb)

Die Bergstadt empfängt uns herbstlich mit 14 Grad und Nieselregen. Angereist sind Eltern- und Freizeitmannschaften aus  Berlin, Bautzen, Köthen, Jena, Erfurt, Freiberg, Leipzig, Meerane, Chemnitz und Potsdam. Mit unserem Schlachtruf „Kreuz- und quer!“ begrüßen wir unseren ersten Gegner, die Stack Artists aus Leipzig. Gut gelaunt beginnt das Match. Jedoch sind wir eine typische Weimarer Mannschaft. Das heißt, aller Anfang ist schwer. Während die Artists zügig ihr Spiel aufbauen, müssen die Querschläger erst einmal auf dem ungewohnten Kunstrasen ankommen. Der Torwart lernt schnell, dass er nicht zum Ausruhen nach Freiberg gefahren ist. Die Leipziger tauchen immer wieder an unserem Schusskreis auf, und dann, nach einem unglücklichem Wechsel, fällt das 0:1. Wir können uns noch ein, zwei, mal in den generischen Schusskreis kämpfen, doch es fehlt die Durchschlagskraft. Es bleibt beim 0:1. Nach dem Spiel stärken wir uns mit Kaffee und Kuchen.

Spielsituation Hockey Zweikampf

Im Wettstreit mit dem K.O.-Team (Foto: tb)

Das K.O. Team aus Köthen wirkt auf den ersten Blick eher gemütlich. Das stellt sich jedoch bald als Trugschluss heraus. Gleich zum Anfang können wir den gegnerischen Schusskreis erreichen und auch einen Schuss in Richtung Tor abgeben, aber da steht ein Torwart, der vor Spielfreude nur so sprüht und den Ball partout nicht ins Netz lassen will. Die Köthener  arbeiten sich konzentriert in unsere Hälfte, die Abwehr ackert, doch die Anhaltiner lassen sich  nicht abschütteln. Immer wieder Schüsse auf unser Tor, zwei Mal ist der Torwart machtlos. Von den Querschlägern  gibt es auch noch zwei, drei Torschüsse, doch leider fehlt es an Durchschlagkraft. 0:2 Endstand. Nach der Partie stärken wir uns, nun ja, mit Mineralwasser.

Das Spiel gegen die Teamgeister aus Berlin-Spandau, die mit einer riesigen Mannschaft und eigenem Coach angereist sind, verläuft geradezu harmonisch. Guter Spielaufbau und schöne Spielzüge auf beiden Seiten, auch verheißungsvolle Torchancen, die von den Torhütern jeweils  gekonnt vereitelt werden. Wir trennen uns torlos glücklich.  Nach der Partie stärken wir uns mit einem  Radler.

Die Bergstadtknüppel sind unser nächster Gegner. Die sind hier zu Hause, denen macht hier so schnell niemand was vor. Das ist zumindest unser Eindruck.  Sie bewegen sich effizient und scheinbar mühelos über das Spielfeld. Es ist nicht so, dass wir nicht mithalten können, aber die Knüppel  sind halt einen Tick gewitzter. Die Querschläger halten kämpferisch dagegen. Jedoch offenbart sich die eine oder andere Schwäche in der  Ballannahme, was der Gegner zu nutzen weiß.  Aus einer unübersichtlichen Situation in unserem Schusskreis schickt ein Freiberger den Ball ins rechte Eck. Der Torwart schaut verdutzt aus der inzwischen nieselfeuchten Wäsche.  Wir machen uns auf den Weg und versuchen auszugleichen, doch leider fehlt uns, man ahnt es bereits, vor den Tor die Durchschlagkraft. Es bleibt beim 0:1. Nach der Partie stärken wir uns mit sächsischer (!) Bratwurst und Nudelsalat.

Im letzten Gruppenspiel müssen wir gegen die starken Mamas und Papas Meerane ran, gewissermaßen ein Angstgegner. Auch die Tatsache, dass  unsere wjB vor knapp einer Woche in Meerane hoch verloren hat, ist unserem Kampfesmut nicht eben zuträglich. Die Butter wollen wir uns nun wiederum nicht vom Brot nehmen lassen.  Disziplin und konzentrierter Spielaufbau ist die Devise. Mit Laufarbeit und gutem Passspiel kommen wir einige  Male direkt in den gegnerischen Schusskreis. Leider fehlt ein ums andere Mal  die Durchschlagkraft. Die Mamas und Papas hingegen kontern druckvoll, unser Torwart muss mehr als einmal beherzt eingreifen. Kurz vor Schluss glückt den Westsachsen nach gekonnt herausgespielter Überzahl der Führungstreffer, welcher gleichzeitig den Endstand (0:1) markiert.

Mannschaftsfoto Eltern-Freizeithockes

Die Klassischen Querschläger beim Knüppelturnier 2018 (Foto: tb)

Nach der Partie gehen wir Duschen. Aufgrund unserer schlanken Torbilanz erleben wir  die Platzierungsspiele als  Zuschauer. Am Ende springt für uns der 7. Platz heraus, den wir uns u.a. mit den Schnapphänsen aus Jena teilen. Im Finale setzen sich die Hockeylöwen aus Chemnitz gegen die Mamas und Papas durch. Nun gut, die kalte Dusche ist ausgeblieben, schlecht waren wir eigentlich nicht. Vor dem nächsten Turnier sollten wir vielleicht ein paar Einheiten auf dem  Kunstrasenkleinfeld trainieren. Und natürlich an unserer Durchschlagkraft arbeiten.

Keine Antworten auf "Kreuz und quer"