Jena und Charlottenburg gewinnen Klassikpokal

  • Nachwuchs beobachtet Spielgeschehen

Mit 15 Mannschaften aus ganz Deutschland war die Asbachhalle am letzten Wochenende wieder Schauplatz des mittlerweile 10. Klassikpokals. Die begehrten Trophäen gewannen die Herren des SSC Jena und die Damen des SC Charlottenburg. Die beiden Weimarer Mannschaften landeten auf dem 5. Und 8. Platz. 

Bei mildem Herbstwetter und Sonnenschein begann der Tag des Klassikpokals. Das Hallenhockeyturnier des SSV Vimaria, das dieses Jahr zum 10. Mal stattfand. Mit fortschreitender Stunde und den nach und nach eintreffenden Mannschaften baute sich die besondere Stimmung dieses Turniers immer weiter auf. Eine Atmosphäre bei der es »schön ist Gastgeber zu sein«. Spätestens um 10 Uhr waren Samstag und Sonntag die Zuschauerränge fast vollständig besetzt. Auch viele ehemalige Hockeyspieler, aus den Anfängen von Hockey in Weimar, verfolgten begeistert das Geschehen auf dem Spielfeld der Asbachhalle.

Jena bei einer Ecke gegen den HC Niesky (Foto: M. Fischer)

Vor zwei oder drei Jahren hätten einige Weimarer Spielerinnen und Spieler wahrscheinlich noch nicht daran gedacht, dass sie dieses Jahr beim Klassikpokal mitspielen würden. Da viele Spieler den Verein und Weimar mit dem Ende der Schule verlassen, hat Weimar zur Zeit weder eine Herren- noch eine Damenmannschaft im Ligabetrieb. So wurden die Mannschaften sowohl durch ehemalige Spieler als auch durch die Nachwuchsmannschaften zusammengesetzt. Für diesen Nachwuchs war es »aufregend, Teil des Ganzen zu sein.«, wie Eckart Göbel meinte. Er kommt aus einem eher überraschenden Nachwuchsbereich: Normalerweise steht er im Tor der Freizeit- und Elternmannschaft. Vor 3 Jahren ist er dort eingestiegen und verteidigt seit etwa eineinhalb Jahren das Tor. Im letzten Spiel der Weimarer Herren, gegen die Neuköllner Sportfreunde, glänzte er nun im Tor. Nur einen Ball musste er während des Spiels aus dem Tornetz holen, dass die Weimarer Mannschaft mit 3:1 für sich entscheiden konnte.


Trotz nur weniger gemeinsamer Trainings zeigte die Herrenmannschaft mit jedem Spiel eine sehenswertere Mannschaftsleistung auf dem Spielfeld. Allerdings gelang der Mannschaft lange Zeit kein Tor. Das erste fiel mit einer von Emil Loibel verwandelten Ecke; ausgerechnet gegen den späteren Turniersieger Jena. Während ihres letzten Spiels, gegen die Neuköllner Sportfreunde, zeigte die Mannschaft dann auch mehrere Tore aus dem Spiel heraus. Julian Schneider verwandelte zwei Tore aus sehr guten Vorlagen aus dem Mittelfeld. Das dritte Tor im Spiel schoss Philipp Köhler. Insgesamt belegte die Herrenmannschaften so den 5. Platz im Turnier.

vom Freiberger HTC wurde Torschützenkönigin des Turniers (Foto: M. Fischer)

Bei den Weimarer Damen war die Situation ähnlich. Das Durchschnittsalter der Mannschaft lag bei 17,5 Jahren. Große Teile der Mannschaft kamen aus den Weimarer Jugendmannschaften. Und obwohl die Mannschaft in dieser Aufstellung noch nie zusammen gespielt hatte, übertraf die Mannschaft ihr selbst gesetztes Ziel bei weitem. Wenigstens ein Tor wollte sie machen und ein Spiel unentschieden spielen. Zum Schluss waren es 7 Tore, drei Unentschieden und ein gewonnenes Spiel. Mit jedem Spiel steigerte sich die Mannschaft. Aufgrund der ersten, zum Teil unglücklich verlorenen Gruppenspiele spielte die Mannschaft zum Schluss um Platz 8. Zufrieden mit ihrer Leistung gingen die Mannschaft und Trainer Marcel Gebert aus dem Turnier.



In den beiden Endspielen trafen jeweils die Mannschaften des SV Bergstedt auf den SSC Jena (Herren) und den SC Charlottenburg (Damen). Beide Spiele endeten mit einem deutlichen Sieg der gegnerischen Mannschaften. Der SSC Jena setzte sich mit vielen schnellen Spielzügen fast mühelos gegen den SV Bergstedt durch und gewann mit 5:1. Ähnlich verlief das Endspiel der Damen. Immer wieder gelang es dem SC Charlottenburg die Bergstedter Abwehr auszuspielen und die daraus entstehenden Torchancen zu verwandeln. Mit einem deutlichen 7:0 gewannen die Gäste aus Berlin den Klassikpokal. Beide Sieger gingen dieses Jahr nicht nur mit den Pokalen nach Hause; Ralf Tetzlaff, von a&o hostels, übergab zusätzlich einen Übernachtungsgutschein an die beiden Mannschaften.

Das Turnier überhaupt erst möglich gemacht, hat eine große Schar engagierter Helfer des Vereins. „Die Unterstützung beim letzten Klassikpokal war schon groß. Unsere Mitglieder und Eltern haben aber dieses Jahr gezeigt, dass selbst das noch zu steigern war.“, so die Organisatoren des Turniers. »Verbessern müssen wir noch die Kommunikation mit den Mannschaften und die Spielpläne. Durch den größeren Anteil von Damenmannschaften konnten wir dieses Jahr nicht auf unsere bewährten Spielpläne zurückgreifen. Aber die guten Hinweise der Gastmannschaften werden wir beim nächsten Klassikpokal berücksichtigen.« Hervorragend bewerteten die Gastmannschaften die Verpflegung in der Halle. Sie wurde genau so gelobt, wie die schöne Atmosphäre des Turniers. 

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