Vimarias Löwinnen mit Biss zum Turniersieg

  • Mannschaftbild der D-Mädchen

Beim Hallenturnier der D-Kinder und Minis in Erfurt, das am 9. Dezember in der Turnhalle der Walter-Gropius-Schule stattfand, belohnte sich die Mannschaft der D-Mädchen des SSV Vimaria Weimar für ein erfolgreiches Hockeyjahr und kehrte als Turniersiegerin wieder heim. Die Mannschaft gewann alle ihre Spiele. Gleich drei Spielerinnen feierten zudem ihre Tor-Premieren. Dabei konnte die Spielweise des Teams anfänglich nicht besonders überzeugen.

Begrüßung

Die Mädchen begrüßen ihre Gegnerinnen aus Meerane (in grün). (Foto: af)

Wer zwischen den Spielen in die Kabine der D-Mädchen des SSV Vimaria Weimar schaut, merkt gleich, dass so ein Hockeyturnier für die 7- und 8-jährigen Kinder mehr ist, als nur die Aufeinanderfolge einiger Spiele. Da wird die Kabine zum Partyraum: man teilt Kuchen, Weihnachtsgebäck und Apfelschorle, während nach Herzenslust gequasselt, gespielt und herumgealbert wird. Der Lärmpegel schwillt an und das Gelächter der Mädchen schwirrt nahezu ungedämpft zwischen den nackten Kabinenwänden hin und her. Klar, wer eine Löwin als Maskottchen hat! Wenn der Trainer, das Taktikbrett in den Händen, die Aufmerksamkeit wieder auf das Thema Hockey lenken will, muss er mit Geschick vorgehen. Vor allem braucht er Gelassenheit und Geduld. Doch Martin Senge kennt die Mädchen schon lange. Er hat die Geduld eines Löwenbändigers. Und während er Kringel, Pfeile und Kreuze auf das Taktikbrett kritzelt, atmet er bei den vielen kleinen Unterbrechungen einfach nur durch und spricht schließlich grinsend weiter. Die taktischen Kabinengespräche aber waren bitter nötig. Die D-Mädchen trainieren in dieser Konstellation nicht allzu oft zusammen. So heißt es für sie schon das gesamte Jahr über, von Spiel zu Spiel zu einem Team werden. So auch in Erfurt.

Die ersten beiden Spiele gegen den EHC Erfurt (3:1) und den SV Motor Meerane (4:1) konnten sie nur dank guter Abwehrleistungen und Einzelaktionen im Spiel gewinnen. Dabei kommt den Mädchen zugute, dass sie – sieht man von Ausnahmen ab – die Konzentration bis zum Spielende aufrecht erhalten und eine hohe Kampfbereitschaft zeigen. Gerade im Spiel gegen Meerane war dies ausschlaggebend, denn lange Zeit liefen sie einem Rückstand hinterher. Erst im dritten Spiel gegen den SSC Jena entwickelten sie ein gutes Pass- und Stellungsspiel. Sie nutzten die Bande und blieben bis zum Schlusspfiff beweglich. So konnten sie das Spiel mit einem 9:2 Kantersieg für sich entscheiden.

In der Abwehr überzeugten vor allem Elisabeth und Lisanne, die nur wenige Chancen ihrer Gegnerinnen zuließen und dabei viel Laufbereitschaft zeigten. Das trifft alles in allem auch auf Ida zu, die variabel hinten und vorn eingesetzt wurde und einen Treffer erzielte. Im Sturm überragte Mathilda mit ihrer Schnelligkeit und Ballbeherrschung. Mit gleich acht Toren erzielte sie die Hälfte der insgesamt 16 Treffer der Weimarer Mannschaft. Doch auch die anderen Mitspielerinnen trugen zum Erfolg bei und feierten dabei persönliche Premieren als Torschützinnen. So erzielte die kämpferische Merit ihre ersten vier Turniertore und zeigte zudem bei der Balleroberung eine besonders gute Leistung. Melis stand zwei Mal goldrichtig und erhöhte die Führung gegen Jena mit blitzsauberen Abstaubern. Und Yeliz schoss mit einem schönen Solo ebenfalls ihr allererstes Turniertor.

Da kann man nur sagen: Herzlichen Glückwunsch! Und vielen Dank an die Eltern für ihren Einsatz!

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