Arne‘s Tag

Hockey-B-Knaben des SSV Vimaria werden Thüringer Meister und Mitteldeutscher Vizemeister

Am Ende war es das Beste, was alle an diesem grauen und verregneten 10. März machen konnten, auch wenn es ein Sonntag war. Pünktlich um 10 Uhr startete in der Asbachhalle die Endrunde um den Meister des Mitteldeutschen Hockeybundes bei den B-Knaben. Die Jungs der Jahrgänge 2006 und 2007 kamen hierzu aus Torgau, Dresden, Köthen, Erfurt, Jena und Weimar. Gewisse Erwartungen und Favoriten gab es für den Tag. Das lag nicht zuletzt daran, dass Weimar die letzten beiden Pokale im Regal stehen hat. Auch die Ergebnisse der Vorrunde konnten die zahlreichen Zuschauer auf neun spannende Spiele hoffen lassen. In zwei Gruppen mit je drei Mannschaften wurde eine Zwischenplatzierung ausgespielt. Die jeweiligen ersten, zweiten und dritten sollten dann noch die Endplatzierung um den 1. bis 6. von insgesamt 16 Mannschaften in Mitteldeutschland ermitteln.

Die gastgebende Mannschaft vom SSV Vimaria ließ den Sonntag zum Glück nicht so ruhig angehen und setzte sich nach dem 1:0 von Jena mit einem Durchstarter von Arne von den Gegnern ab. Dem scharfen 1:1 Schuss in das lange Eck ließ Arne schnell das 2:1 folgen, sodass die Jungs vom SSC Jena unerwartet weit ins Hintertreffen gerieten. Nachdem ein Anschlusstreffer gelang, schlug Arne ein drittes Mal zu und schob den Ball in einer unübersichtlichen Situation ins Tor. Der Endstand von 3:2 besiegelte die Führung nach 2 mal 10 Minuten Spielzeit. Nachdem die großen Favoriten vom Cöthener HC der ersten Mannschaft des Dresdner ESV ein 1:0 abgerungen hatten, stand das zweite Spiel des Tages auf dem Plan. Gegen die etwas ungenau spielenden Torgauer war zunächst kein Erfolgsrezept zu finden. Die Unkonzentriertheit des zweiten Spiels von Jan, Filipp, Enno, Arne, Titus, den beiden Oskars, Johannes und Maurice im Tor hatte einen Treffer gegen Weimar in der ersten Halbzeit zur Folge. Leider kam es auch in der zweiten nicht zu viel besseren Spielzügen, sodass der Ausgleichstreffer von Filipp dann auch den 1:1 Endstand bedeutete. Damit verpassten die Schützlinge von Martin Senge den vorzeitigen Einzug in das Finalspiel. Ein 2:0 von Torgau gegen Jena und eine Torgauer Mannschaft im Finale kam jedoch nicht zustande. Auch hier trennten sich die Mannschaften nur mit einem 1:1. Zuletzt machte der Cöthener HC den Einzug ins Finale mit einem 6:0 gegen den Erfurter HC klar. Die für einen insgesamt besseren Platz favorisierten Jenaer patzten gegen Erfurt im Spiel um Platz 5, ebenso wie die in den zwei Spielen souverän aufgetretenen Dresdner im Spiel um Platz 3 gegen Torgau.

Das Finalspiel war dann aber die erwartete Partie von Weimar gegen Köthen. Bis hierher war der Spieltag von aufreibenden Begegnungen, die von Schiedsrichtern, wenn nicht immer ganz perfekt, aber souverän getragenen Entscheidungen und einem mitreißenden aber fairen Publikum geprägt. So sind wir das vom Hockey gewohnt. Auch um das letzte Ergebnis des Tages wurde gekämpft. Vor allem war es ein Kampf der Weimarer Abwehr und des Torwarts gegen das starke Angriffsspiel des Cöthener HC. Sechs Strafecken konnten abgewehrt und ein unglaubliches 0:0 in die zweite Halbzeit gerettet werden. Doch der Kampf zehrte an den Kräften und eine kleine Ecke mehr Endkonsequenz in der gegnerischen Hälfte bestätigte den auch körperlich überlegenen Favoriten mit 3:0 in seiner Rolle. Die Silbermedaille war zwar nicht das erhoffte Edelmetall, bedeutet aber de facto für Weimar „Bester in Thüringen“ und das Ticket zur Ostdeutschen Meisterschaft am 17.03.2019 in Güstrow. Wir wünschen viel Erfolg!


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