Hockey- und Jenga-Turnier in Oldenburg

Zum Abschluss der Hallen-Saison wollten wir Herren nochmal als Mannschaft auf ein Turnier fahren. Es sollte unsere Durststrecke seit dem Klassikpokal beenden und außerdem als Vorbereitung auf die nächste Hallensaison gelten, in der endlich wieder eine Herren-Mannschaft gemeldet wird. Die Idee für das Spaß-Turnier fand großen Anklang und selbst ehemalige Spieler meldeten sich zur Teilnahme.

Am 08. März ging es los zum „Hensy-Cup“ nach Oldenburg. Die Hinfahrt verlief ruhig. Wir folgten nur dem falschen Navi, das uns beinahe bis in die Tiefgarage einer Saturn-Filiale in Bremen geführt hätte. Oldenburg haben wir aber doch noch gefunden.
Nach der Ankunft im Hotel und erfolgreicher Nahrungssuche stand schon der erste Programmpunkt des Turniers auf dem Plan: Party Nr. 1 – in (nicht im) Ofen, einem Vorort von Oldenburg. Wir Füchse wollten zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, uns für den Tag danach schon mal warmlaufen und das Bus-Geld für die Getränkekasse sparen. Dass Ofen sechs Kilometer von unserem Hotel entfernt war, störte uns dabei nur wenig und ein großes Fuß-Pils machte den Weg erträglich. Die Party und den Rückweg überstanden alle gut genug, um am nächsten Tag spielen zu können.

Spieltag 1

1. Spiel gegen GVO Oldenburg

Los ging es für uns um 09:20 Uhr mit dem ersten Spiel. Der grandiose Einfall, erstmal nicht im wochenlang trainierten System zu spielen, verwirrte mehr uns als die Gegner. Unsortierter Spielaufbau und das Vorhaben den Gegner nicht zu hart ranzunehmen (sie spielten ohne Torwart und Auswechsler) führten zu keinen guten Kreissituationen. Auch an den auswärtigen Hallenboden mussten wir uns erst gewöhnen (dafür sind wir jetzt schon auf die Feldsaison in Tröbsdorf vorbereitet). Lange stand es 0:0. Ein Pass beim eigenen Abschlag direkt zum Gegner führte schließlich zum 0:1 und wenigstens unser Vorhaben ging bei Abpfiff in Erfüllung.

2. Spiel gegen „Die Leoparden“

Jenga-Match!

Vor dem zweiten Spiel wurden wir leider überredet Penaltys statt Strafecken auszuführen (vermutlich um die Tornetze vor Thomas‘ Schlenzern zu bewahren) – so kamen unsere zahlreich geübten Varianten nicht zum Einsatz. Wir spielten endlich im Libero-System, stellten den Gegner zu und ließen wenig Raum für Gegenangriffe. Selber kreierten wir einige Kreissituationen. Allein der Torwart der Gegenseite hielt sie im Spiel, da er jeden Versuch einzunetzen zunichtemachte. Ein Penalty auf unserer Seite wurde nicht verwandelt. Beim Penalty gegen uns stolperte Hawe über bereits erwähnten Acker und konnte ein weiteres 0:1 leider nicht verhindern. Völlig unverdient mussten wir wieder mit einer Niederlage in die Pause gehen, die uns aber vom Gastgeber mit einem Getränke-Geschenk aufgehellt wurde.

Wer auf dem Platz nicht punktet, kann es aber vielleicht neben dem Platz: Unser erstes Jenga-Match stand an – eine Besonderheit des Turniers. Der Sieger bekommt »Kurze«, der Verlierer baut wieder auf. Hawe, Marcel und Jesko schafften es in die Auswahl gegen „Die Leoparden“. Die geballte Kraft von Ingenieur- und Architektur-Studium wurde sichtbar. Trotz der Expertise hatten wir einen wackeligen Start, kamen mit der Zeit aber auf der Baustelle an. Die Regeln waren an diesem Tag noch locker. Die Folge: Ein einstündiges hochspannendes Match, das viele Zuschauer vom Hockey ablenkte. Offensive Coordinator Philipp stand mit Adleraugen hinter der Absperrung und coachte gekonnt die Auswahl. Um weitere Verzögerungen des Jenga-Spielplans zu verhindern wurde das Match nach über einer Stunde als einziges (!) auf dem Turnier für Unentschieden erklärt. Gemeinsam wurde getrunken, gemeinsam wieder aufgebaut.

3. Spiel gegen Celle

Die Halle in Oldenburg hat das »Anhoppeln« schon vorweggenommen (Foto: hawe).

Auf dem Platz musste aber etwas umgestellt werden, damit wir endlich einen Sieg einfahren konnten. Gedacht, getan: Ein Livestream vom Spielfeldrand wurde für unsere Instagram-Fans eingerichtet und führte dazu, dass wir endlich etwas bieten mussten. Die Folge: Tor nach 10 Sekunden (Turnierrekord!) durch Michael zum 1:0 – das katapultierte ihn an die Spitze der Topscorer. Angespornt von dieser Leistung wollen auf einmal alle mitmischen. Coach Gebert (eigentlich in der Abwehr tätig) wagt sich nach vorne und erzielt das 2:0 – auf Instagram ist die Hölle los: 13 Zuschauer jubeln! Julian (hatte im Vorfeld einige Torjubel einstudiert) will auch etwas vom Kuchen abhaben, und toppt auf 3:0 auf. Hawe hält und hält sein „Zu-Null-Versprechen“. Ein verdienter Sieg zum Abschluss des Tages.

Nach der Rückfahrt ins Hotel und einem kleinen Snack ging es zur Party Nr. 2 – diesmal nur 700 Meter vom Hotel entfernt. Vom Buffet war noch einiges vorhanden (mit ein Grund, warum sich Marcel überhaupt auf das Turnier eingelassen hatte) dafür kam die Party nur mäßig in Gang. Nachdem eine Hälfte des Teams früh gegangen war, um sich mental auf den nächsten Spieltag vorzubereiten, füllte sich der Laden langsam und die Party kam in Schwung. Nur nicht so sehr wie Max, den wir später zurücklassen mussten. Wahrscheinlich weil sein Wunschsong noch nicht gespielt wurde.

Spieltag 2

Nach mehr oder weniger erfolgreicher Schlüsselabgabe im Hotel ging es zum zweiten Spieltag in die Halle.

4. Spiel gegen die „Hockey Hoppers“

Die einzige Mannschaft, die eine noch weitere Anreise als wir hatte (München) stand uns nun auf dem Platz gegenüber. Es war ein ruhiges Sonntag-Morgen-Spiel. Gründe waren die Party, die Uhrzeit und der Altersdurchschnitt der Gegner (ca. 50).
Unser System bewährte sich wieder, alle Lücken konnten wir aber noch nicht schließen. Doch Hawe hielt wieder und nach einem 2:0 Sieg konnte sich Julian endlich als Topscorer eintragen und seinen Torjubel zelebrieren.

Nach diesem Spiel ging es wieder in die Jenga-Arena – diesmal gegen die „WooHooGirls“. Unsere Ausdauer vom Vortag führte am Sonntag allerdings zu strikteren Regeln: Wenn nach zehn Minuten der Turm nicht gefallen ist, verlieren beide Teams und keiner kommt weiter. Unsere Auswahl spielte wieder souverän und trotz taktischer Verdrehung des Turms stand der Turm noch als die Zeit abgelaufen war. Der Traum vom Jenga-Finale war ausgeträumt.

5. Spiel gegen den „Club der dichten Toten“

Das letzte Spiel sollte noch mal richtig spannend werden. Beide Teams waren hoch motiviert die 3 Punkte mitzunehmen, um in der Gruppe A Zweiter zu werden. Wir entdeckten unsere Lücken – der Gegner leider auch und ein frühes 0:1 stand auf der Anzeige. Wir starteten eine Aufholjagd und punkteten dreimal in Folge – 3:2. In der Schlussphase kam es zum Ausgleich durch eine Strafecke – 3:3. Hier wäre das Spiel fast zu Ende gewesen, doch in der letzten Sekunde kam ein schneller Ball direkt in den Kreis, Stecher, Ball hoch unter die Latte ins Tor – leider in unseres.

Nach dem Turnier wissen wir nun wo unsere Lücken sind und was wir am System verbessern können, um dem Gegner in der nächsten Hallensaison keine Chance zu lassen. Wir hatte auf jeden Fall alle viel Spaß und freuen uns auf das nächste Turnier.

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