Nach dem letzten Spiel haben sie gesungen

  • Torwartin gegen Spielerin

Wegen einer gesperrten Autobahn, kam es zu einem holprigen Start in den ersten Spieltag der C-Mädchen. Und mit einer nur kleinen Mannschaftsstärke, waren die drei Spiele mit jeweils zweimal 15 Minuten konditionell herausfordernd. Aber nach dem letzten Spiel war die Mannschaft in Hochstimmung.

Erstes Spiel gegen Meerane

Die gesperrte A4 hatte uns eine zusätzliche Stunde Fahrtzeit gekostet. Um 11:59 Uhr kamen wir in Meerane an. Um 12:00 Uhr war der Beginn des ersten Spiels. Für die Mädchen ein Kaltstart auf dem ungewohnten Platz. So gelang am Anfang wenig und das 1:0 für Meerane nach einem Penalty war wenig überraschend. Hoffnung machte das schnelle 1:1, das die Mannschaft aus dem Spiel heraus erzielte. Leider ging Meerane nach einem feinen Spielzug wieder in Führung. Die Weimarer Mädchen steigerten sich und gewannen an Sicherheit, konnten aber gegen eine stark aufspielende Meeraner Mannschaft das 1:3 vor der Pause nicht mehr verhindern.

Clara, die Torwartin, musste nach der Pause ausgewechselt werden. Sie war schon etwas angeschlagen angereist. Trotz der damit fehlenden Auswechselspielerin gewann das Weimarer Spiel an Stabilität. Eine große Chance bot sich Merit. Sie hatte den Ball erobert, brachte die Abwehr in Bedrängnis und die Meeraner Torwartin konnte gerade noch klären. Ein weiterer guter Spielzug über Rechtsaußen folgte. Die Meeraner Abwehr wurde ausgespielt und die Weimarer Mittelstürmerin scheiterte – wieder nur knapp – an der Meeraner Torwartin. Kurz darauf der Schock: Mathilda musste pausieren und die Mannschaft in Unterzahl weiter spielen. Es folgte ein konfuse Phase mit einem Penalty für Meerane, der glücklicherweise ohne Erfolg blieb.

Zweites Spiel gegen Erfurt
Unsere Torwartin war mit Hilfe der ‚medizinischen Abteilung‘ von Motor Meerane in der Pause zum nächsten Spiel wieder hergerichtet worden. Die Weimar Mannschaft konnte wieder vollzählig gegen die starke Erfurter Mannschaft antreten: Powerplay von Erfurt … Elisabeth rettet auf der Linie … einzelne Entlastungsangriffe folgen. Ein Penalty für Erfurt: die Weimarer Torwartin verkürzt geschickt die Ecke und zwingt Erfurt diese große Chance zu vergeben. Dann folgt doch das 1:0 für Erfurt aus dem Spiel heraus. Es folgen weitere Chancen für Erfurt und Weimarer Entlastungsangriffe. Einen Penalty vergibt die Weimarer Mannschaft knapp. Erfurt verwandelt den eigenen nächsten glücklich zum 0:2.

Nach der Pause startet Erfurt stark, drückt und erarbeitet sich Chance um Chance. Unglücklicher Penalty für Erfurt: 0:3! Erfurt rennt weiter an und Weimar ist bemüht, sich der Angriffe zu erwehren. Über Mathilda, Ida und Merkt laufen einzelne Weimarer Angriffe. Mit nachlassender Kondition folgen das weitere Tore bis zum 0:6 Endstand.

Drittes Spiel gegen Chemnitz

Sollte im dritten Spiel die dritte Niederlage folgen? Die Befürchtung war den Spielerinnen zu Beginn des Spiels deutlich anzusehen. Hinzu kam, dass die Torwartin nicht weiterspielen konnte. Aber die Weimarer Mannschaft startete stark. Die Mannschaft vergibt den ersten Penalty und spielte einige Chancen heraus, ohne dass ein Tor fällt. Dann das erlösende 1:0 durch Mathilda. Gleich darauf trifft Merit zum 2:0. Das Spiel läuft: Alleingang Mathilda, ein kurzer Blick und locker am Torwart vorbei gespielt 3:0. Gleich darauf 4:0 wieder Alleingang Mathilda, den Torschuss lenkt Ida ins Tor. Im folgenden Spielzug dreht sich wieder Ida ganz geschickt einmal um sich selbst und den Torwart und erzielt das 5:0.

Wo nimmt Weimar nur diese Kondition her? Spielzug über rechts, Merit frei, Übersicht behalten und souverän vorbei am Torwart: 6:0. Der Chemnitzer Widerstand wird schwächer, weitere Großchancen folgen: Ida und Mathilda vergeben. Dann wie aus dem Nichts das 6:1. Das kann Weimar verschmerzen. Merit vergibt zwei große Chancen, ein mitreißendes, tolles Spiel der Weimarer Mädchen. Dann das 7:1 durch Ida. Kurz danach verkürzt Chemnitz per Penalty auf 7:2. Dann geht es wieder Schlag auf Schlag: Ida 8:2, fast ein Handballergebnis. War das schon alles? Nein, Chemnitz 8:3. Dann steht wieder Ida, ganz unscheinbar vor dem Tor. Der Ball kommt: Start, Zieher, Torschuss 9:3, Schlusspfiff. Geht doch!

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