Charlottenburg und Jena gewinnen den Klassikpokal

Der 11. Klassikpokal bot Spannung, viele Tore und optimale Saisonvorbereitung für die teilnehmenden Mannschaften. Die Damen vom SC Charlottenburg und die Herren vom SSC Jena sicherten sich die ersten Plätze.

Einmal im Jahr kommen sie alle wieder zurück, zu ihrem Heimatverein SSV Vimaria. Wenn Ende Oktober der Klassikpokal als Vorbereitungsturnier für die anschließende Hallenhockeysaison in der Asbachhalle durchgeführt wird, kehren die aktiven Hockeyspielerinnen und -spieler aus ihren Studienorten in Sachsen, Hessen oder Bremen heim und unterstützen die Damen- und Herrenteams ihrer Klassikerstadt.


Aufgrund einer sehr kurzfristigen Terminverschiebung auf das letzte Oktoberwochenende musste in der Vorbereitung des Turniers Vieles spontan angepasst und geändert werden. Insgesamt meldeten sich trotz des kurzen Vorlaufs insgesamt neun Mannschaften aus Berlin, Niesky, Leipzig, Jena und Weimar für das Turnier. Vor allem bei den fünf Damenmannschaften, die in den zwei Tagen jeweils acht Spiele absolvierten, bestand eine erfreuliche Ausgeglichenheit im Starterfeld. Die fast gleich starken Teams brachten Spannung in die Halle. Erst im letzten Spiel konnten sich die Damen des SC Charlottenburg durch einen knappen 2:0-Sieg gegen den HC Niesky den Turniersieg sichern. Die Vimaria-Damen, die durch sieben Jugendspielerinnen verstärkt wurden, spielten überraschend stark. In vier Spielen hielten sie ein Unentschieden und sicherten sich im letzten Turnierspiel durch einen 2:0-Sieg gegen Jena den vierten Tabellenplatz. Die Damen des HCLG Leipzig wurden punktgleich mit den Berlinerinnen Zweite. Jena belegte den dritten Platz.


Bei den Herren setzte sich eindrucksvoll der Favorit aus Jena durch und verteidigte den Pokalgewinn vom Vorjahr. Die Gäste aus Jena und Niesky, die auch in der Hallensaison in der Mitteldeutschen Oberliga wieder aufeinandertreffen, nutzten ihre direkten Begegnungen schon einmal um die Stärken und Schwächen der Gegner auszutesten. Am Wochenende dominierte Jena mit zwei klaren Siegen recht deutlich.

Für die Vimaria-Herren war der Klassikpokal 2019 endlich wieder ein Vorbereitungsturnier für die Hallensaison. Nach 3 Jahren Pause spielt ab Dezember wieder eine Herrenmannschaft des SSV Vimaria um Punkte in der 2. Mitteldeutschen Verbandsliga. Ein Team aus acht erfahrenen Spielern und vier Jugendspieler startet am 01.12.19 in Leipzig gegen Leuna II und den ATV Leipzig III.

Unter diesen Randbedingungen waren die Klassikpokalspiele am Wochenende gegen Gäste, die zwei Ligen höher spielen, echte Härtetests. Nach zwei deutlichen Niederlagen am Samstag gegen Jena und zwei umkämpften aber trotzdem verlorenen Spielen gegen Niesky stellten die Gastgeber am Sonntag ihr Spielsystem um und erreichten mit viel Einsatz und Kampfgeist im ersten Spiel gegen Niesky sogar ein 2:2. Auch gegen Jena steigerten sich die Vimaren und gestalteten ihre Spiele wesentlich offener als am Vortag. Gegen die gnadenlos treffsicheren Strafeckenschützen aus der Saalestadt gab es zwar am Ende zwei Niederlagen aber trotzdem zufriedene Gesichter bei den Gastgebern. Die Saisonvorbereitung hätte nicht besser stattfinden können.

Auch für den Hockeynachwuchs, die Hockeyfamilien und die Hockeyfans aus Weimar war das Turnierwochenende ein beeindruckendes Erlebnis. Für viele Nachwuchshockeyspielerinnen und -spieler wurde der Samstag ein Wechsel zwischen Sportmeile und Asbachhalle. Der Oberbürgermeister der Stadt Weimar Peter Kleine besuchte zunächst im Atrium den Hockey-Sportmeilenstand, um dann kurze Zeit später in der Asbachhalle die Gäste zum Klassikpokal zu begrüßen. Auch zur Siegerehrung freuten sich die Organisatoren vom SSV Vimaria über politische und wirtschaftliche Prominenz. Bürgermeister Ralf Kirsten und der Sales Manager Sports der a&o-Hostels Ralf Tetzlaff überreichten den besten Torschützen und den Siegermannschaften die Preise. Zusätzlich gab es als Überraschung für die Siegermannschaften noch Gutscheine für Übernachtungen in a&o-Hostels. Für Hoffnung unter den Fans in der Halle sorgten die aufmunternden und unterstützenden Worte der Stadtspitze zu dem Hauptzukunftsprojekt der Hockeyabteilung, dem Kunstrasenplatz in Weimar.

Die Organisatoren des Klassikpokals blicken auf zwei spannende Hockeytage zurück, die vor allem durch die vielen freiwilligen Helfer und regionale Unterstützung möglich wurden. Einen Großteil der Getränke und Speisen für die Gäste steuerten die real Weimar GmbH und die GeoAlpin GmbH bei. Dass der Klassikpokal von den Organisatoren reibungslos koordiniert werden konnte, dafür sorgte die digitale Infrastruktur der Keyweb AG.

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