Ohne Gegentreffer zum Pokal beim Gloriosa-Cup 2026
Schon wieder ein Jahr vorbei und es ist Gloriosa-Cup . Als bedeutendstes Elternhockey- Event in Thüringen ist das Turnier auf dem Erfurter Kaufland- Dach natürlich ein Muss für die Klassischen Querschläger. Trotz einiger Absagen sind wir recht gut aufgestellt. Am Start sind Andrea, Daniel, Ecki, Elliott, Ernst, Falk, Kristin, Leona, Sebastian, Thomas R. und Ulrich. Gegenüber den vorangegangenen Turnieren wurde das Teilnehmerfeld von zehn auf zwölf Mannschaften aufgestockt. Das verspricht einen langen Turniertag. Zudem beschert uns das Losverfahren eine Hammergruppe. Mit Chemnitz, Köthen, Kassel, Meerane und Jena liest sich der Spielplan wie das „Who-is-who“ der Siegermannschaften vergangener Jahre.
Gleich um zehn stehen den Querschlägern ‚de Mamans un de Papas’ aus Meerane gegenüber. Weimar beginnt druckvoll. Jedoch brauchen wir, wie schon so oft, das erste Spiel, um überhaupt auf dem für uns ungewohnten Kunstrasen anzukommen. Die Laufarbeit ist gut, aber die Pässe sitzen noch nicht. Meerane will das ausnutzen, kontert und wird dabei mehrere Male echt gefährlich. Der Torhüter ist zur Stelle, der Kasten bleibt sauber. Unsere eigenen Chancen bleiben im Schusskreis stecken oder gehen am Ziel vorbei. Wir trennen uns unentschieden.
Um elf Uhr erwartet uns das KO- Team. Der Name gebietet Respekt. Bisher konnten wir gegen die Mannschaft aus Köthen ein einziges Unentschieden erzielen, ansonsten hatten wir immer das Nachsehen. Diesmal läuft es anders. Weimar läuft und passt und passt und passt und läuft. Konter werden konsequent unterbunden, der Torhüter braucht lediglich mitzufiebern. Und schließlich winkt das Glück den Tüchtigen. 1:0 nach Siebenmeter von Eliott, 2:0 aus spitzem Winkel von Leona. Das reicht für den ersten Sieg des Tages.
Punkt zwölf treffen wir erstmals auf die Hockeylöwen aus Chemnitz. Es wird eine Begegnung auf Augenhöhe. Das Publikum sieht ein schnelles Spiel mit langen Pässen, Kontern, Fußfehlern und Torchancen und hört das satte „Plopp“, wenn der jeweilige Torhüter einen rausfischt. Tore fallen jedoch keine. Es bleibt beim Remis.
Um 13:20 Uhr begrüßen wir die Himmelsstürmer aus Kassel. Die sind für ihr temporeiches Spiel bekannt. Da hilft nur eins: schneller sein. Zum Glück können wir zügig durchwechseln und können so den Taktschlag beibehalten. Es fallen kurz nacheinander drei Tore für die Querschläger. Die Himmelsstürmer erlaufen sich auch die eine oder andere Möglichkeit im Schusskreis, scheitern jedoch am Torhüter. Es bleibt beim 3:0 durch Leona, Sebastian und Thomas R..
Mittagsruhe is nich. Die Schnapphänse aus Jena sind das wohl lauteste Elternhockeyteam Mitteldeutschlands. Kurz vor 14:00 Uhr gellt das dreifache “Schnapp- Hans!” über das Spielfeld. Wir antworten mit “kreuz- und quer!” , und los gehts. Die Schnapphänse schnappen nach dem Ball und wollen nach vorn. Doch die Querschläger sind nun endgültig im Turnier angekommen und lassen sich nicht die Wurst aus der Semmel nehmen. Nach Ballgewinn wird das Spiel mit ruhigem Aufbau wieder und wieder in die gegnerische Hälfte und den gegnerischen Schusskreis verlagert. Im Schusskreis passieren Fehler, und so bekommen wir einen Siebenmeter zugesprochen. Der wird von Elliott eiskalt verwandelt. Es steht 1:0 für die Querschläger. Wir versuchen, den Ball in der gegnerischen Hälfte zu halten. Die Schnapphänse kommen unserem Tor noch ein, zwei Mal gefährlich nahe. Doch dafür hat man ja einen Goalie. Die knappe Führung wird verwaltet, der Sieg ist unser.
Die Hauptrunde haben wir ohne Gegentreffer überstanden. Auf dem Zettel stehen drei Siege und zwei Unentschieden. Das reicht für den Gruppensieg. Wir sind im Endspiel! Das hätte sich heute Morgen noch niemand träumen lassen. Die Mannschaft aus Tresenwald, unser Finalgegner, ist vom eigenen Gruppensieg wohl genauso überrascht.
Um 16:00 Uhr donnert unser “kreuz und quer” zum letzten Mal über den Platz. Es ist Finale! Die Begegnung verläuft jedoch zunächst eher verhalten und abtastend. Beiden Teams stecken so einige fordernde Partien in den Knochen. Das macht sich am Ende dann doch bemerkbar. Wir versuchen das Spiel zu kontrollieren und erarbeiten uns Torchancen. Ein Torschuss bleibt in der Ausrüstung des Tresenwalder Torwarts stecken. Das heißt. Siebenmeter für uns. Elliott verwandelt einmal mehr zum 1:0. Nun dreht Tresenwald auf. Die wollen den Ausgleich. Wir haben wiederum keine Lust auf ein Shoot-out und wehren konsequent ab. Zur Sicherheit erhöht Leona für uns auf 2:0. Tresenwald bietet nun noch einmal alle Kräfte auf. Wir hoffen, dass unsere Reserven reichen. Endlich die ersehnte Schlusssirene. Mission completed. Der 16. Gloriosa-Cup geht nach Weimar! Ein herzliches Dankeschön geht an die gastgebenden Gloriosen für das schöne Wetter und das bestens organisierte, für uns diesmal ganz besondere Turnier.
Text: Ecki / Fotos: Falk, Ernst, Karla









